Archive - Jan 2007

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Siemens-Schmiergeldaffäre: Ex-Bereichsvorstand belastet Kleinfeld und von Pierer

Auf der Siemens-Hauptversammlung am vergangenen Donnerstag hatte die Konzernspitze noch massive Kritik an der Berichterstattung in den Medien über die Schmiergeldvorwürfe gegen Mitarbeiter des Unternehmens geübt.

Es würden Werte zerstört, wenn eine Zeitung aus nicht veröffentlichten Vernehmungsprotokollen zitiere und der Vorstand nur aus der Presse davon erfahre, erklärte Vorstandschef Klaus Kleinfeld. Er meinte damit das Wall Street Journal, das zwei Tage zuvor unter Berufung auf Anwälte berichtet hatte, dass zwei Beschuldigte unabhängig voneinander die Siemens-Vorstände Joe Kaeser und Rudi Lamprecht schwer belasten würden: Auch die beiden Top-Manager hätten schon länger von dem System schwarzer Kassen gewusst.

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USA vermuten Iran hinter tödlichem Anschlag

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Nachdem verkleidete Angreifer fünf US-Soldaten in Kerbela töten, wundern sich Fachleute über die Präzision des Überfalls. Für das Pentagon führt die Spur zum benachbarten Mullah-Staat. Präsident Bush verschärft den Ton.

Die Angreifer hatten sich falsche Uniformen übergestreift und marschierten am 20.Januar unbehelligt in einen US-Stützpunkt in Kerbela - fünf Soldaten werden ermordet. Ein perfekt durchgeführter Überfall. In den Augen der US-Regierung zu perfekt: Washington verdächtigt laut Informationen des Nachrichtensenders CNN den Iran, hinter dem Vorfall zu stecken. Der Sender zitiert anonyme Quellen.

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Afghanistan fordert deutsche Tornados

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Der afghanische Außenminister Spanta hat den Einsatz deutscher Tornados in Afghanistan gefordert. Nato-Generalsekretär de de Hoop Scheffer betonte, vor allem der zivile Wiederaufbau müsse gefördert werden.

Der afghanische Außenminister Rangin Spanta hat Nato und EU zu mehr Engagement in seinem Land aufgefordert. Angesichts der Kämpfe sei ein Einsatz deutscher Tornado Überwachungsflugzeuge nötig, sagte Spanta in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung».

Wenn Afghanistan noch einmal Zentrum des internationalen Terrorismus werde, sei dies auch eine Gefahr für die internationale Gemeinschaft, sagte Spanta dem Blatt. Wann die Entscheidung über einen Tornado-Einsatz getroffen werde, sei aber Sache der Deutschen.

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Hirnschädigung beeinflusst Nikotinsucht

Studie: Verletzung einer bestimmten Hirnregion beseitigt den Drang zum Rauchen

Amerikanische Forscher haben einen ungewöhnlichen Effekt nach einer bestimmten Art von Gehirnverletzungen entdeckt: Bei manchen Rauchern verschwindet nach der Schädigung einer Region namens Insula ganz plötzlich die Nikotinsucht und mit ihr das Verlangen nach einer Zigarette. "Mein Körper vergaß einfach den Drang zu rauchen", formuliert es einer der Patienten. Die Insula spielt demnach eine bislang unbekannte Schlüsselrolle bei der Nikotinsucht, folgern die Forscher. Sie hoffen, damit ein potenzielles neues Angriffsziel für die Entwicklung von neuen Anti-Raucher-Medikamenten identifiziert zu haben und die Mechanismen der Sucht besser zu verstehen.

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Klage gegen Abmahnung - Unterstützungsaufruf des Supernature-Forums

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Martin Geuß alias Supernature, Betreiber des gleichnamigen Supernature-Forums, wurde Ziel einer Abmahnung - er soll für Beiträge haftbar gemacht werden, die ohne sein Wissen eingestellt wurden.

Die Durchsetzung solcher Ansprüche wäre praktisch das Ende aller Foren, Blogs, und Gästebücher in Deutschland, weil eine vorherige Kontrolle kaum durchführbar ist und ein schneller Informationsaustausch gar nicht mehr möglich wäre.
Geuß ließ sich nicht einschüchtern und wies alle Forderungen sowohl persönlich als auch über seinen Anwalt zurück. Die abmahnende Partei zog sich daraufhin erstmal zurück, lehnte einen verbindlichen Verzicht auf die Ansprüche allerdings ausdrücklich ab.

Um für sich selbst und alle anderen Betreiber von Foren, Blogs etc. Gewissheit zu erlangen, geht er nun selbst in die Offensive und will sich die Unrechtmäßigkeit solcher Abmahnungen vor Gericht bestätigen lassen.
Das damit verbundene finanzielle Risiko ist enorm, daher bittet er um Hilfe.

Wir unterstützen seinen Aufruf, weil die Klage im Interesse aller ist, die derartige Webseiten betreiben.
Alle Infos zu der Aktion sowie die Dokumentation des gesamten Falls sind unter folgender URL zu finden: Spendenaktion

Jeder kann helfen, und wenn es nur mit Kleinstbeträgen ist. Und wer nicht spenden kann oder will, der kann mithelfen, diesen Aufruf weiter zu verbreiten. Auch dazu finden sich entsprechende Informationen auf der Aktions-Seite.

Ehrensalut auf hoher See: Wie der Zerstörer "Lütjens" auf die Anschläge in Amerika reagierte

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 Zerstörer JütjensBerlin, 2001-10-04 - Zwei Tage nach den Anschlägen in den USA kam es in der Nordsee zu einer besonderen Begebenheit. Die Mannschaft des deutschen Zerstörers "Lütjens" (D185) erwies ihren Kameraden auf der amerikanischen "USS Winston S. Churchill" auf hoher See die Ehre.

Die junge Offizierin Megan Hallinan, Leutnant zur See auf dem Navy-Schiff, beschrieb kurz darauf das Geschehnis und ihre Gefühle in dem folgenden Brief vom 14.9.2001 an ihren Vater in den USA:

Lieber Dad -

noch immer sind wir auf See und wissen nicht, was wir als nächstes tun werden. Alle restlichen Hafenaufenthalte, die geplant waren, um unsere Verbundenheit mit Großbritannien zu demonstrieren, wurden abgesagt.

Seit den Anschlägen haben wir die Tage mit Rettungsübungen und verschärftem Wachdienst verbracht, und wir versuchen das beste aus der Lage zu machen. Ich muss gestehen, dass das wenig Spaß macht, und, um es noch deutlicher zu sagen, viele hier an Bord sind deprimiert, dass die jetzt nicht daheim sein können, und dass keiner weiß, was wir hier eigentlich tun. Wir haben die Artikel gelesen und die Bilder gesehen, und es wird einem ganz schlecht davon. Wir sind hier ziemlich abgeschnitten von allem, und wir können das ganze Ausmaß dessen, was zuhause passiert ist, noch gar nicht erfassen. Aber auch hier spüren wir die Folgen.

Vor zwei Stunden wurden die jungen Offiziere für Manövrierübungen auf die Brücke gerufen. Wir wollten gerade ein Mann-über-Bord-Manöver fahren, als wir einen Funkspruch der Lütjens (D185) empfingen, eines deutschen Schiffes, das bei unserem letzten Hafenaufenthalt in Portsmouth (England) direkt vor uns gelegen hatte. Die beiden Mannschaften hatten in Plymouth einen freien Tag zusammen bei uns auf dem Achterdeck mit Spielen und Grillen verbracht, und wir hatten neue Freunde gefunden .

Jetzt, wieder auf See, riefen sie unsere Brücke und baten um Erlaubnis, uns an Backbord zu überholen um sich zu verabschieden. Wir stellten uns auf dem Brückennock auf um zu salutieren, und unser Kommandant hatte der Crew befohlen, Aufstellung zu nehmen und die Verabschiedung zu erwidern.

Als ihr Schiff näher kam, meldete unser Wachoffizier, sie könne durch das Fernglas erkennen, dass das deutsche Schiff eine amerikanische Flagge gehisst habe. Als ihr Schiff näher kam, konnten wir sehen, dass die Flagge auf Halbmast wehte. Die deutsche Mannschaft war an Deck, und ihr Bootsmannsmaat gab das Pfeifsignal "Front nach Backbord". Als sie schließlich längsseits kamen, war ihre gesamte Crew in Blauzeug auf dem Außendeck angetreten. Sie hielten ein Schild hoch, auf das sie "We stand by you" geschrieben hatten.

Sie blieben ein paar Minuten längsseits, und als wir zurückgrüßten, konnte keiner bei uns auf der Brücke seine Tränen zurückhalten. Es war vielleicht das bewegendste, das ich in meinem Leben gesehen habe, und die meisten bei uns hatten Mühe, ihre Haltung zu bewahren.

Heute war ein guter Tag auf See. Zwar dürfen wir keine Emails mehr schreiben, um unsere Position nicht zu verraten, aber niemand hätte sich einen besseren Tag auf See wünschen können. Die deutsche Marine hat unserer Mannschaft ein wunderbares Geschenk gemacht, und es war der schönste Augenblick, den wir seit den Anschlägen auf See verbracht haben. Verrückt, wenn man denkt, dass es noch vor fünfzig Jahren alles ganz anders war. Der Zusammenhalt, den wir jetzt in Europa und in der Welt sehen, macht uns stolz darauf, unseren Job zu erfüllen.

Nachdem ihr Schiff abgedreht hatte, und wir uns auf ein Mann-über-Bord-Manöver vorbereiteten, drehte sich der Decksoffizier zu mir um sagte, "ich bleib' in der Navy."

Ich werde euch wieder schreiben, wenn ich weiß, wann ich nach hause komme. Fürs erste sind dies die besten Nachrichten die euch senden kann.

(Übersetzung: www.bundeswehr.de)

Orkan «Kyrill» macht Bahnhöfe zu Wartesälen - Angst vor Sturmflut

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Hamburg/Westerland/Düsseldorf/Hannover (dpa) Der Orkan «Kyrill» hat am Donnerstag Deutschland weitgehend lahm gelegt: Die Deutsche Bahn stellte am Abend ihren Zugverkehr ein, zehntausende Reisende saßen in Bahnhöfen fest. «Der Zug hält hier. Der Bahnverkehr in NRW ist zum Erliegen gekommen», gibt der Chef eines ICE im Bahnhof Köln- Mülheim bekannt und bittet die Fahrgäste auszusteigen. Ausgerechnet zur Hauptreisezeit der Pendler ging bei der Bahn nichts mehr. «Das hatten wir noch nie in Deutschland», sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn am Abend. Die Fährverbindungen auf Nord- und Ostsee sowie dem Bodensee wurden ebenfalls eingestellt. Auf den Inseln und an den Küsten bereiten sich die Menschen auf eine schwere Sturmflut vor.

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Gewaltiger Orkan nimmt Kurs auf Deutschland

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Über dem Nordatlantik braut sich ein Sturm zusammen, der bald mit voller Wucht auf die Nordseeküste treffen wird. Auf den ostfriesischen Inseln wird mit Deichabbrüchen gerechnet. Auch im Binnenland wird es bei heftigem Wind und Regen ungemütlich. Meteorologen raten, möglichst zu Hause zu bleiben.

Berlin - Ein gewaltiger Sturm hat vom Nordatlantik Kurs auf Deutschland genommen. „Kyrill“ wütet am Donnerstag womöglich mit Windstärke zwölf über Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagte. Kräftige Regenschauer begleiten das Orkantief, das am frühen Morgen über der Nordsee erwartet wird und dann mit Windgeschwindigkeiten bis 150 Stundenkilometern weiter in Richtung Süden zieht.

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Mitangeklagte von Saddam Hussein im Irak hingerichtet

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Gut zwei Wochen nach Saddam Hussein sind auch zwei seiner Vertrauten hingerichtet worden. Der ehemalige Geheimdienstchef Barsan al-Tikriti und der ehemalige Richter Awad al-Bandar wurden am frühen Morgen in Bagdad gehängt.

[sda] - Bei der Exekution seien der Staatsanwalt, ein Richter und ein Arzt anwesend gewesen, sagte Regierungssprecher Ali al-Dabbagh in Bagdad. Zuvor war den beiden Todeskandidaten das Urteil vorgelesen worden.

Saddam Husseins Halbbruder Al-Tikriti sowie Al-Bandar waren wie der ehemalige Diktator wegen eines Massakers an 148 Schiiten im Dorf Dudschail Anfgang der 80er Jahre zum Tode verurteilt worden.

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Tödliche Geiselnahme in Mecklenburg

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Zwei 17-jährige werden bei ihrer Tat überrascht und die Situation gerät außer Kontrolle. Ein Ehepaar wird niedergestochen, die Freundin ihres Sohnes als Geisel verschleppt.

Tessin - Eine dramatische Bluttat mit zwei Toten am Samstagabend hat den kleinen Ort Tessin bei Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern erschüttert. Zwei 17-Jährige töteten bei einem brutalen Überfall ein Ehepaar und nahmen ein 15-jähriges Mädchen als Geisel. Nach einer missglückten Flucht konnten sie in der Nacht von der Polizei zur Aufgabe überredet werden. Viele Fragen zu dem Geschehen blieben am Sonntag offen.

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