Archive - Mai 2009
Deutsche Marine gedenkt der Opfer der Anschläge vom 11. September - Feierliche Kranzniederlegung am "Ground Zero"
New York - Die Deutsche Marine gedachte am gestrigen Donnerstag in New York mit einer Kranzniederlegung der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001. "Wie viele Tränen an dieser Stelle vergossen wurden und wie viele Tränen immer noch beim Gedanken an jenen Tag fließen, ist wohl für niemanden wirklich vorstellbar", sagte Kapitän zur See Jens Beckmann während der Zeremonie am "Ground Zero". Unter seinem Kommando sind derzeit seit drei Jahren erstmals wieder deutsche Marineschiffe in New York. Der Besuch findet im Rahmen einer fünfmonatigen Reise des "Einsatz- und Ausbildungsverbands" (EAV) statt. Beckmann betonte, dass die Terroranschläge die Deutschen und somit auch die Marine unmittelbar betroffen hätten. So sei der Einsatz am Horn von Afrika ("Operation Enduring Freedom") eine unmittelbare Antwort auf den 11. September gewesen. Bei den Flugzeugattacken waren vor acht Jahren insgesamt fast 3000 Menschen getötet worden.

Kranzniederlegung am "Ground Zero". Ann-Kathrin Fischer, Deutsche Marine.
Deutsche Marine am Big Apple
New York, 12.05.2009, Lars Christian Hoffmann (PIZ Marine).
Nach drei Jahren Pause liefen Schiffe der Deutschen Marine wieder in New York ein. In den Morgenstunden, noch vor Erwachen der Millionenstadt machten die Schiffe des Einsatz- und Ausbildungsverbandes neben der Brooklyn Bridge fest.

Der Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN (Quelle: © 2009 Bundeswehr / Ann-Kathrin Fischer/PIZ Marine)
"Lübeck" und "Sachsen" schießen scharf
Atlantik - Zum ersten Mal seit 1996 hat die Fregatte "Lübeck" mit zwei Lenkflugkörpern vom Typ "Sea Sparrow" scharf geschossen. Der außer Dienst gestellte US-Zerstörer "Conolly" ist nach gezieltem Beschuss der "Lübeck" unter Mithilfe der "Sachsen" und weiteren Marineschiffen aus zehn nord- und südamerikanischen Ländern vor der Küste Floridas im Atlantik versenkt worden. Die "Sachsen" und die "Lübeck" schossen dabei auch mit ihren 76-Millimeter-Bordgeschützen auf die "Conolly". Die deutschen Schiffe waren während des Beschusses etwa zehn Kilometer vom Ziel entfernt. Drei Harpoon-Treffer versenkten den Zerstörer abschließend. Sie wurden gleichzeitig von der USS "Donald Cook" und einem US-Seefernaufklärer vom Typ P-3C Orion abgefeuert. In etwa 1.800 Meter Tiefe dient das versenkte US-Schiff von nun an Meerestieren als künstliches Riff und als Spielwiese. Der Zerstörer-Oldie war zuvor von Asbest, Öl, Teer und anderen Schadstoffen befreit worden.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine
Weltweit gibt es nur sehr wenige Sperrgebiete, in denen mit Lenkflugkörpern scharf geschossen werden darf. Deshalb war dieses Manöver für die deutschen Schiffe eine Besonderheit. Die Fregatten "Lübeck" und "Sachsen" bilden zusammen mit dem Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" den diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) der Deutschen Marine. Der Kommandeur des EAV, Kapitän zur See Jens Beckmann, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: "Zweimal haben wir direkt in der Mitte unter die Aufbauten getroffen. In einem Gefecht hätte das Schiff danach nur noch sehr eingeschränkt weiterkämpfen können." Auf den Schiffen seines Verbandes wurde vom 20. Januar dieses Jahres bis zum gestrigen Mittwoch der Offiziersnachwuchs der Marine ausgebildet. Die jungen Soldaten konnten beobachten, welcher Schaden durch welche Waffenarten verursacht wird. Das kann mit keiner Simulation am Bildschirm so deutlich gezeigt werden. Um den scharfen Schuss trainieren zu können, nahm der EAV vom 20. April bis zum gestrigen Mittwoch an dem amerikanischen Manöver "Unitas Gold" teil.
Minensuchboot beseitigt Munition vor Frankreichs Küste
Cherbourg, 05.05.2009, Presse- und Informationszentrum Marine.
Das deutsche Minenjagdboot SULZBACH-ROSENBERG hat vor Frankreichs Küste Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigt.

Minensprengung (Altlasten aus dem 2. Weltkrieg) (Quelle: © 2009 Bundeswehr / PIZ Marine/PIZ Marine)



