Archive - Mai 7, 2009
"Lübeck" und "Sachsen" schießen scharf
Atlantik - Zum ersten Mal seit 1996 hat die Fregatte "Lübeck" mit zwei Lenkflugkörpern vom Typ "Sea Sparrow" scharf geschossen. Der außer Dienst gestellte US-Zerstörer "Conolly" ist nach gezieltem Beschuss der "Lübeck" unter Mithilfe der "Sachsen" und weiteren Marineschiffen aus zehn nord- und südamerikanischen Ländern vor der Küste Floridas im Atlantik versenkt worden. Die "Sachsen" und die "Lübeck" schossen dabei auch mit ihren 76-Millimeter-Bordgeschützen auf die "Conolly". Die deutschen Schiffe waren während des Beschusses etwa zehn Kilometer vom Ziel entfernt. Drei Harpoon-Treffer versenkten den Zerstörer abschließend. Sie wurden gleichzeitig von der USS "Donald Cook" und einem US-Seefernaufklärer vom Typ P-3C Orion abgefeuert. In etwa 1.800 Meter Tiefe dient das versenkte US-Schiff von nun an Meerestieren als künstliches Riff und als Spielwiese. Der Zerstörer-Oldie war zuvor von Asbest, Öl, Teer und anderen Schadstoffen befreit worden.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine
Weltweit gibt es nur sehr wenige Sperrgebiete, in denen mit Lenkflugkörpern scharf geschossen werden darf. Deshalb war dieses Manöver für die deutschen Schiffe eine Besonderheit. Die Fregatten "Lübeck" und "Sachsen" bilden zusammen mit dem Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" den diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) der Deutschen Marine. Der Kommandeur des EAV, Kapitän zur See Jens Beckmann, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: "Zweimal haben wir direkt in der Mitte unter die Aufbauten getroffen. In einem Gefecht hätte das Schiff danach nur noch sehr eingeschränkt weiterkämpfen können." Auf den Schiffen seines Verbandes wurde vom 20. Januar dieses Jahres bis zum gestrigen Mittwoch der Offiziersnachwuchs der Marine ausgebildet. Die jungen Soldaten konnten beobachten, welcher Schaden durch welche Waffenarten verursacht wird. Das kann mit keiner Simulation am Bildschirm so deutlich gezeigt werden. Um den scharfen Schuss trainieren zu können, nahm der EAV vom 20. April bis zum gestrigen Mittwoch an dem amerikanischen Manöver "Unitas Gold" teil.
Minensuchboot beseitigt Munition vor Frankreichs Küste
Cherbourg, 05.05.2009, Presse- und Informationszentrum Marine.
Das deutsche Minenjagdboot SULZBACH-ROSENBERG hat vor Frankreichs Küste Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg beseitigt.

Minensprengung (Altlasten aus dem 2. Weltkrieg) (Quelle: © 2009 Bundeswehr / PIZ Marine/PIZ Marine)



