Fregatte Mecklenburg-Vorpommern leistet Nothilfe gegen Piraten
Berlin/Djibouti, 24.11.2008, Presse- und Informationsstab BMVg.
Am 23. November gegen 13.30 MEZ haben Piraten mit Speedbooten die Handelsschiffe „Humbodt Current“ und „Lang Sing“ im Golf von Aden angegriffen. In einer Nothilfeaktion hat die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern ihren Bordhubschrauber in das betreffende Seegebiet geschickt. Die Piraten haben daraufhin das Seegebiet verlassen. Beide Handelsschiffe setzten ihre Fahrt fort.
Die Minenstreitkräfte der Deutschen Marine
Die seetüchtigen Minenjagdboote spüren mit ihrem Sonar Minen auf dem Meeresgrund auf. Diese können dann durch ferngesteuerte Unterwasserdrohnen oder auch Minentaucher beseitigt werden. Hohlstablenkboote bekämpfen Minen mit Hilfe ihrer "Seehunde". Das sind ferngelenkte Überwasserdrohnen, die typische Schiffsgeräusche und Schiffsmagnetfelder simulieren und über das Minenfeld fahren. Werden Minen zur Detonation gebracht, geschieht dies ohne Risiko für das eigentliche Boot und die Besatzung. Aufgrund der robusten Bauweise des "Seehundes" bleibt dieser unbeschadet. Heimathafen der 54 Meter langen Boote ist der Marinestützpunkt Kiel. Hier ist das 3. und 5. Minensuchgeschwader stationiert.

Das Minenjagdboot FULDA pflügt durch die Ostsee. Der Bug taucht dabei
tief in die Wellen ein. Foto: Bundeswehr / PIZ Marine.
Minensuchboote kehren heim nach Kiel
Kiel, 17.11.2008, Detlef Struckhof (PIZ Marine).
Der Weg war weit und mit nur wenigen Zwischenstops verbunden, denn die Besatzungen des Minenjagdbootes LABOE und Hohlstablenkbootes PEGNITZ hatten einzig ein Ziel vor Augen: Kiel - in die Arme der Familien. 119 anspruchsvolle Tage verbrachten die Boote im Einsatzgebiet vor dem Libanon im Rahmen der von den Vereinten Nationen gestützten UNIFIL-Mission. Eine spannende Zeit mit der Kontrolle des Seegebietes und einer Notrettung von Flüchtlingen auf dem Hin-Transit liegen hinter den Kommandanten und ihren Besatzungen.

Einlaufen der LABOE (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Thomas Lerdo)
Ankunft in Djibouti
Djibouti, 20.11.2008, Pressestelle Djibouti.
Am 18. November 2008 hat die Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN nach 16 Tagen Seefahrt im Hafen von Djibouti festgemacht. Um 10 Uhr Ortszeit legte die Fregatte der Klasse 123 nach einem Transit von über 5.300 Seemeilen -das sind über 9.000 Kilometer- durch Nordsee, Ärmelkanal, Biskaya, Mittelmeer, Suezkanal und Rotem Meer sicher im Hafen von Djibouti an.

Die Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN im Hafen von Djibouti (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti/PIZ Marine)
Lautlos, modernste Technik und nicht zu unterschätzen
In See, 19.11.2008, Jörg Briedigkeit (Bw-Aktuell).
Sie haben eine Einsatzverdrängung von rund 1.500 Tonnen und sind somit dreimal größer als ihre Vorgänger – trotzdem sind die neuen Uboote der Klasse 212 A keine tauchenden Kreuzfahrtschiffe. In erster Linie ist das Plus an Raum durch modernste Technik ausgefüllt, auch wenn es für die 28-köpfige Besatzung einige Verbesserungen im Vergleich zu den Ubooten der Klasse 206 A gibt.

Luftbild von U34 in Fahrt (Quelle: © 2007 Bundeswehr / Björn Wilke/PIZ Marine)
Fregatte "Karlsruhe" leistet mehrmals Nothilfe gegen Piraten
Glücksburg - Nachdem die deutsche Fregatte "Karlsruhe" bereits am Montag einen direkten Angriff von Piraten auf ein Frachtschiff vereitelte, schritt sie heute erneut in Nothilfe ein. Die Vorfälle ereigneten sich etwa 650 Kilometer nordöstlich von Dschibuti im Golf von Aden und knapp 50 Kilometer südlich der jemenitischen Küste. Das Schiff befand sich im dem Seegebiet auf dem Rücktransit von Doha (Katar) nach Safaga (Ägypten, Rotes Meer).
Am gestrigen Nachmittag meldete das äthiopische Handelsschiff "Andinet" zunächst per Funk einen Angriff durch zwei Motorboote. Die knapp 20 Kilometer entfernte "Karlsruhe" startete umgehend ihren Bordhubschrauber "MK 88A Sea Lynx", um der "Andinet" zur Hilfe zu eilen. Nach Eintreffen des bewaffneten Bordhubschraubers entfernten sich die verdächtigen Boote mit hoher Geschwindigkeit. Der Frachter konnte daraufhin seine Fahrt von China nach Dschibuti unbeschadet fortsetzen. Am heutigen Mittwoch empfing die deutsche Fregatte erneut einen Hilferuf über Funk, diesmal von der "Trafalgar". Der britische Tanker meldete ebenfalls den Angriff von acht bis neun Speedbooten. Auch hier startete der Hubschrauber der "Karlsruhe" und flog zur Position des Tankers. Die Angreifer ließen mit Eintreffen des Hubschraubers daraufhin vom Schiff ab.
Die Fregatte "Karlsruhe" befindet sich derzeit auf der Fahrt aus dem Persischen Golf in Richtung Ägypten. Nach dem Ausscheiden aus dem maritimen Eingreifverband der NATO (SNMG2: "Standing NATO Maritime Group 2") wird die Fregatte in Ägypten einen längeren Hafenaufenthalt zur Nachversorung durchführen. Die Fregatte der Klasse 122 aus dem 4. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven ist im Falle einer Mandatierung durch den Deutschen Bundestag für eine Anti-Piraterie-Mission der EU ("Atalanta") am Horn von Afrika vorgesehen. Sie hatte Deutschland am 24. August verlassen.
Pressemeldung Deutsche Marine
Gedenkstunde in würdigem Rahmen
Laboe, 17.11.2008, Alexander Gatzsche (Redaktion Marine).
Am 14.November fand im Marine-Ehrenmal Laboe aus Anlass des Volkstrauertages 2008 eine Gedenkveranstaltung „für die auf See Gebliebenen aller Nationen“ statt.

Militärpfarrer und Militärdekan bei der Andacht (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Nicole Muthmann/PIZ Marine)
Konteradmiral Schimpf erhält französischen Verdienstorden
Rostock, 17.11.2008, Pressestelle des Marineamts.
Durch einen Erlass des französischen Präsidenten wurde Konteradmiral Axel Schimpf, Amtschef des Marineamtes in Rostock, in den Rang eines „Commandeur dans l’Ordre National du Mérite“ erhoben.

Frankreichs Militärattachè Bruno Pinget und Konteradmiral Ax … (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Marineamt)
Erfolgreiche Bilanz der Marine-Luftretter
Glücksburg, 07.11.2008, Detlef Struckhof (PIZ Marine).
Das Marinefliegergeschwader 5 in Kiel-Holtenau ist in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden. Zu seinen Aufgaben zählt vorrangig die "Luftrettung über See", wie es im Marinejargon heißt. Dabei handelt es sich um den Such- und Rettungsdienst, der dann zum Einsatz kommt, wenn es zu einem Absturz oder einer Notlandung von militärischen und zivilen Luftfahrzeugen kommt.

Bordmechaniker an der Winde (Quelle: © 2008 Bundeswehr / MFG 5)
Britische Marine tötet somalische Piraten
Bei einem Schusswechsel mit Soldaten der britischen Marine sind im Golf von Aden zwei somalische Piraten erschossen worden. Die Männer hätten versucht, ein dänisches Schiff zu kapern, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Vor der Küste des Jemen brachten Piraten derweil ein türkisches Handelsschiff in ihre Gewalt - das zweite innerhalb weniger Wochen.





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